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St.-Laurentius-Kirche in Leckava

Kirchen

Die erste katholische Kirche in Leckava wurde 1630 erbaut, doch die Siedlung selbst besaß bereits 1622 eine evangelisch-reformierte Kirche. Patron der katholischen Kirche war der samogitische Älteste Liackis, nach dem die Einheimischen sowohl die Kirche als auch die Gegend benannten. Leider brannte die erste Kirche 1644 ab. Dies hielt die Gemeinde jedoch nicht auf – der Landbesitzer errichtete eine neue, größere Kirche und berief zwei Priester. Diese Kirche entwickelte sich zu einem wichtigen spirituellen Zentrum: Ab 1700 wurden hier Taufregister geführt, und ab 1706 folgten die Heiratsregister.

Das Jahr 1783 brachte erneut Unglück – die Kirche brannte abermals nieder. Doch schon 1785 kümmerte sich Adomas Gurskis um den Bau einer neuen Kirche. Trotz dieser Verluste gab die Gemeinde Leckava nie auf. Selbst während des Zweiten Weltkriegs, als die Kirche abermals zerstört wurde, verloren die Gemeindemitglieder nicht den Mut.

Nach dem Krieg, unter sowjetischer Herrschaft, war es schwierig, eine Baugenehmigung für eine neue Kirche zu erhalten. Doch die zurückkehrenden Exilanten und andere Gemeindemitglieder fanden Wege, ihren Glauben zu bewahren. 1955 wurde im Dorf mit eigenen Mitteln eine provisorische Kirche errichtet. Und 1958 entstand schließlich an ihrem alten Standort in der Stadt eine neue Holzkirche.

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