„Sound Walls“ ist ein praxisorientierter Kreativworkshop zur Klangbearbeitung, der sich an alle richtet, die unkonventionelle elektronische Musik und Klangkunst erschaffen möchten. Die Dozenten Gintautas Rožė und Gediminas Jakubka leiten im Workshop eine interaktive Vorlesung über den Einsatz von Klangbearbeitungswerkzeugen in kreativen Prozessen. Anhand von Beispielen aus ihrer eigenen kreativen Arbeit können die Teilnehmenden die praktischen Ergebnisse und Möglichkeiten der theoretisch vorgestellten Methoden selbst erleben.
Der Kreativworkshop „Sound Walls“ besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil findet ein interaktiver Vortrag zu verschiedenen digitalen und analogen Klangbearbeitungseffekten und -prozessoren statt. Anhand von Synthesizern, Gitarren und Techniken ohne Eingangssignal werden deren Möglichkeiten praktisch vorgestellt. Die Anwendung der Werkzeuge wird anhand von Beispielen aus den eigenen Werken der Projektleiter veranschaulicht. Im Laufe des Workshops werden die Projektleiter ihre eigenen Werke präsentieren, in denen sie die genannten Werkzeuge einsetzen, um die Möglichkeiten der Klangkunst und elektronischen Musik anschaulich zu demonstrieren.
Im zweiten Teil der Veranstaltung werden das Ambisonic-Surround-Sound-System und verschiedene Kompositionsprinzipien vorgestellt, die die Dozenten experimentell erarbeitet haben. Dieser Teil richtet sich an alle, die auf der Suche nach einem einzigartigen, charakteristischen und unvorhersehbaren Instrumentenklang sind. Er schließt mit einer gemeinsamen musikalischen Improvisation mit den Dozenten des Projekts „Sound Wall“ und Paulius Burakas. Im Anschluss findet eine gemeinsame Reflexion statt, in der das Projektteam und die lokalen Musiker die Klangästhetik der Aufführung, die Besonderheiten von Surround-Sound und die Anwendungsmöglichkeiten des Systems diskutieren.
Dozenten:
Gintautas Rožė ist Komponist und Interpret. Er arbeitet mit verschiedenen Musikgruppen, realisiert interdisziplinäre Kunstprojekte und hält Vorträge über die Suche nach unkonventionellen Kompositions- und Aufführungsmethoden. Rožė trat bereits auf diversen Musikfestivals und Kunstbiennalen in Litauen und im Ausland auf. 2020 erwarb das Centre Pompidou, Europas größtes Museum für moderne Kunst, den Film „Spots and Scratches“ (Regie: Deimantas Narkevičius), für den er gemeinsam mit Vladas Dieninis die Musik komponierte. Gediminas Jakubka (Patricia Kokett) ist ebenfalls Komponist und Interpret. Er schafft Musik für Aufführungen, Filme und diverse Kunstprojekte. Bekannt ist er vor allem für sein Projekt „Patricia Kokett“, mit dem er sowohl auf litauischen als auch auf internationalen Festivals gastierte. Gediminas Jakubka gewann die Statuette für den besten Komponisten bei den Nationalen Litauischen Filmpreisen (für die Musik zum Film "Animus Animalis", zusammen mit Mindaugas Urbaitis) sowie den Preisträger des Filmpreises "Silberner Kranich" (für die Musik zu den Filmen "Akiplėša" und "Dulkės, Knochen und Wunder").
Paulius Burakas ist professioneller Sound Director, Co-Autor und Interpret von Liedern der Band „Ministry of Echology“. Er wurde für den „Silbernen Kranich“-Preis für den Film „Look at the Sound. Vilnius Sound System Culture“ nominiert.

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